
World
Schools Debating Championships
Die
World
Schools Debating Championships, die Weltmeisterschaften der Schüler
im Debattieren, gibt es seit 1988. Es ist
ein internationaler Wettbewerb, der auch das Ziel hat, die besten Debattierer
der Schulen aus der ganzen Welt zusammen zu bringen. Eine Vielzahl von
Themen wird während der WM debattiert. Die Kunst der freien Rede
soll gefördert werden, ebenso das logische Analysieren von Sachverhalten.
Jedes Land
sendet ein Team von 3-5 Schülern, den debaters. Die Teams werden
jeweils von einem coach (Trainer) während des Wettbewerbes begleitet
und unterstützt. Die teilnehmenden Nationen werden dazu ermutigt,
internationale Schiedsrichter auszubilden und zu den Weltmeisterschaften
zu schicken.
WSDC 2010
In den letzten Jahren fanden
die World Schools Debating Championships in folgenden Ländern statt:
Athen
2009
Washington D.C. 2008
Seoul 2007
Wales 2006
Kanada 2005
Deutschland 2004
Peru 2003
Singapur 2002
Südafrika 2001
USA 2000
England 1999
Israel 1998
Bermuda 1997
Australien 1996
Wales 1995
Neuseeland 1994
Kanada 1993
England 1992
Schottland 1991
Kanada 1990
Australien 1988
Alle Debatten
werden in englischer Sprache ausgetragen. SchülerInnen unter 19 Jahren
debattieren gesellschaftspolitische, moralische oder politische Themen.
Die Regeln
während einer Debatte basieren auf den Regeln im House of Commons
in Westminster; eine Debatte dauert ungefähr 1 Stunde. Es ist erlaubt,
die gegnerische Seite mit sogenannten "points of information"
zu unterbrechen.
Es soll die
Fähigkeit des Debattierers getestet werden, eigene Argumentationsketten
zu entwickeln und die gegnerischen Argumente schnell zu analysieren und
zu entkräften.
Jeweils 2
Teams treten gegeneinander an, jedes Team hat 3 Mitglieder (wenn ein Team
aus 5 Debattierern besteht, setzen 2 aus).
Jeder der
3 Redner hat eine Redezeit von 8 Minuten, es beginnt die "Proposition",
die das Thema wie einen Gesetzesantrag im Parlament einbringen muss. Die
Gegenseite möchte diesen Antrag zu Fall bringen. Jeweils der erste
oder zweite Sprecher jedes Teams muss am Ende eine 4-minütige Rede
halten, in der die Argumente noch einmal zusammen gefasst werden, es beginnt
immer die "Opposition".
Nach der ersten
und vor der letzten Minute darf das gegnerische Team sogenannte "points
of information" stellen, also den Redner mit Fragen unterbrechen,
jeweils jedoch maximal für 15 Sekunden. Der Redner sollte mindestens
1 dieser Anfragen annehmen, er kann ansonsten aber auch ablehnen und mit
seiner eigenen Rede fortfahren.
Mindestens
3 Schiedsrichter (adjudicators/judges) beraten sich dann nach der Debatte.
Jeder Richter muss sich anhand seines marksheets, auf dem jeder Sprecher
bewertet wurde, für ein Team entscheiden. Somit kann eine Debatte
mit 2:1 Stimmen oder 3:0 gewonnen werden. In Finalrunden werden meist
sogar 5 oder 7 Schiedsrichter eingesetzt.
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