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17.
World Schools Debating Championships 2005
Von 11.
bis 19. Februar 2005 fanden in Callgary (Alberta), Kanada die 17.
Debattier-Weltmeisterschaften statt. Mehr als 150 Debattierer aus 31 Nationen
der ganzen Welt trafen sich, um an etwa 40 Schulen in der Stadt und im
Umland die diesjährigen Weltmeister im Schools Debating zu ermitteln.
Finale: Ergebniss:
Australien besiegte England (5-2), Thema: "This House believes that
the permanent members of the U.N. Security Council should not have veto
power."
WSDC
05: offizielle Webseite
WSDC
05: Tagebuch und Ergebnisse

Deutsches Team:
Debattierer:
Christine Blume, Taus-Gymnasium Backnang
Nico Bodenschatz, Max-Born-Gymnasium Backnang
Anastasia Gazou, Salier-Gymnasium Waiblingen
Daniel Grün, Lessing-Gymnasium Winnenden
Marie Schreier, Max-Born-Gymnasium Backnang

Trainer:
Helene Rädler, Stuttgart
Claudia Hytrek, Backnang
Ginette Meitz, Baden-Baden
Internationale Schiedsrichter:
Angelika Höness, Korb
Klaus-Peter Heil, Schwäbisch Gmünd
Birgit Trefz, Backnang

Amtierende Europameister bei der WM in Calgary
Calgary, Kanada - Vom 11. bis zum 19. Februar 2005 fanden hier die 17.
Debattier-Weltmeisterschaften statt. Mehr als 150 Debattierer aus 31 Nationen
aus der ganzen Welt trafen sich in Calgary, Alberta, Kanada um an etwa
40 Schulen in der Stadt und im Umland die diesjährigen Weltmeister
im Schools Debating heraus zu finden. Ein einmaliges, unvergessliches
Erlebnis war für alle die Teilnahme an einem waschechten Pow-wow
der Blackfoot-Indianer mit Büffel-Burger und Kriegstänzen.
Dabei war auch das deutsche Nationalteam, das dieses Jahr ausschließlich
aus SchülerInnen aus dem Rems-Murr-Kreis besteht: Unter den fünf
besten deutschen Debattierern sind Christine Blume, Nico Bodenschatz und
Marie Schreier aus Backnang, Daniel Grün aus Winnenden und Anastasia
Gazou aus Waiblingen.
Australien gewann im Finale gegen England, aber - ganz nach dem olympischen
Motto - war die Behauptung des deutschen Debattier-Nationalteams innerhalb
der internationalen Auswahl der besten Debattierer schon eine große
Leistung. Unsere Mannschaft hatte es ausgesprochen schwer, sich in den
acht Vorrunden gegen lauter Muttersprachler zu behaupten. Dennoch, auch
wenn es am Ende keine Platzierung wurde, ist das, was übrig bleibt,
mehr wert als Gold und wird unseren fünf jungen Debattierern den
bald anstehenden Einstieg ins Berufsleben bestimmt erleichtern: Mit Glauben
versetzt man Berge - oder wie es Daniel Grün, unser Vertreter des
LGW bei den Weltmeisterschaften in Calgary, formulierte: "So lange
du daran glaubst, dass du es schaffen kannst, hast du immer eine Chance."
Dies zeigt sich auch daran, dass die fünf Rems-Murr-Debattierer doch
einigen Muttersprachlern einige Punkte für Stil und Inhalt abknöpfen,
manche Debatten, z.B. gegen die englisch-sprechenden Bermudaner sogar
ganz für sich entscheiden konnten.
"These debate participants are truly among the brightest students
within their nation" sagt Ron Lee, Organisator der Worlds 2005 und
Henry Sykes, Präsident des Hauptsponsors ConocoPhillips Canada ergänzt:"
Sponsoring this world class event is one of the many ways we support youth
and education in our local and world communities".
Letzten Herbst aus den Besten ausgewählt, stellte sich das deutsche
Teram bei den "Europeans" in Winnenden im Oktober 2004 seiner
ersten gemeinsamen Prüfung und gewann nicht nur den Titel des Europameisters,
sondern auch Ansehen für sich, das deutsche Team und den "Sport"
des Debattierens.
Den Anstoß zum Debattieren hierzulande gab Angelika Höness,
die Präsidentin der Debating Society Germany, nachdem sie als Englischlehrerin
ans Lessing-Gymnasium gekommen war. Ihre Begeisterung für das Debattieren
sprang auf ihre Schüler über. Und nun werden es bei uns immer
mehr redebegeisterte Fans und Aktive. Aber bis man auf das Niveau des
Deutschen Nationalteams kommt, bedarf es Ausdauer, Enthusiasmus, Arbeitsbereitschaft
und auch ein wenig Talent. Das Argumentieren, das Verstehen und Reagieren
kommt durch das Debattieren von selbst, durch das Learning-by-Doing. Daraus
erwachsen Erfahrungen, wie Selbstvertrauen und Redegewandtheit, die bleiben.
Heutzutage, da Bildung verstärkt an Wert gewinnt und gefordert wird,
ist das Engagement junger Menschen besonders wünschenswert.
Diese Arbeit ist jedoch mit Kosten verbunden, die es zu decken gilt: Teilnahmegebühren,
Kosten für die Ausrichtung der Wettkämpfe, Reisekosten, ...
Gäbe es nicht freiwillige Helfer und Eltern, wäre vieles nicht
möglich gewesen, zuletzt die Repräsentation Deutschlands, des
Rems-Murr-Kreises und eines unserer Winnender Gymnasien bei diesem internationalen
Ereignis in Calgary, wo 31 teilnehmende Staaten - darunter neben vielen
europäischen Ländern auch die USA und Indonesien - ihre talentierten
Debattierer gegeneinander antreten ließen. Gehören solche Aktionen
nicht auch von offizieller Seite gefördert?
Um für zukünftige Wettkämpfe und Aktivitäten die
Kasse zu füllen, sucht die DSG immer noch Sponsoren.
Lust auf mehr bekommen? Dann schauen Sie sich doch einfach einmal eine
Debatte an einer der Schulen an.
Marie-Kristin Döbler

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